
Unsere Reise nach Hersbruck vom 6.11.-08.11.2009

Das
Foto zeigt die Gruppe neben dem Mahnmal, das den Titel „Ohne Namen“
trägt.
Am
20. März diesen Jahres wurde - im Zuge der Städtefreundschaft zwischen
Detmold und Verona - in der Stadtbücherei Detmold während eines
festlichen Aktes eine Skulptur enthüllt, die der italienische Künstler
Vittore Bocchetta als Mahnmal für die Opfer des Konzentrationslagers in
Hersbruck geschaffen hat.
Vittore
Bocchetta, selbst Überlebender und Zeitzeuge der furchtbaren Geschehnisse
jener Jahre am Ende des „Dritten Reiches“, ist vielen Detmoldern aus
Begegnungen bei Veranstaltungen in Detmold aber auch auf der Städtereise
nach Verona persönlich bekannt. Der Verein „Non Dimenticare“, von
einem kleinen Personenkreis in Detmold schon vor Jahren ins Leben gerufen,
hält den Kontakt zu Vittore Bocchetta, und seitdem ist auch die
Deutsch-Ital. Gesellschaft Lippe-Detmold diesem besonderen Künstler und
Menschen in herzlicher Freundschaft verbunden.
Während
des Festaktes im März entstand spontan die Idee, das Mahnmal im Original
und an dem Ort zu besuchen, für den es bestimmt ist – also in Hersbruck
(bei Nürnberg) auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers des KZ
Flossenbürg, von dem es keine sichtbaren Reste mehr gibt.
Siebzehn
Mitglieder der Deutsch-Italienischen Gesellschaft setzten Anfang November
die Idee in die Tat um. Sie suchten auch den Ort auf, an dem die Häftlinge
damals unter schwersten Bedingungen und ausgehungert, 5 Kilometer vom
Lager entfernt, Stollen in einen Berg treiben mussten, in denen eine
bombensichere Produktionsstätte für Kampfflugzeug-Motoren der Firma BMW
entstehen sollte.
Im
Februar 2010 wird es in Zusammenarbeit mit der VHS Detmold eine
Ausstellung geben, die jene Zeichnungen von Vittore Bocchetta zeigt, an
die Zeit seines Widerstandes und Aufenthalts in italienischen Gefängnissen
und im deutschen KZ erinnern.
Für
alle Teilnehmer waren die Tage voll bewegender Eindrücke.
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